KRIMINALITÄT

Herr Gastmann wegen Mordes von Polizeileutnant angeklagt, verantwortlicher Detektiv tot gefunden

<<Der Fall Schmied ist abgeschlossen>> verkündete Lucius Lutz, Polizeichef von Bern, diesen Morgen vor dem Pressewesen. <<Und es ist dem Tschanz zu verdanken. >>
Er sprach über den Mord von Ulrich Schmied, ehemaliger Polizeileutnant von Bern, der am Morgen des dritten Novembers tot in seinem Auto gefunden wurde, seine Schläfen durchschossen.
Ursprünglich wurde Kommissär Bärlach, ein bekannter Kriminalist sowohl in Konstantinopel als auch in Deutschland, bei diesem Fall allein eingesetzt. Aber aufgrund Probleme mit seiner Gesundheit wurde Tschanz als Stellvertreter eingesetzt.
<<Gott sei Dank für Tschanz! >> rief Frau Schönler auf, die Vermieterin von Schmieds Wohnung, als sie gefragt wurde, einen Kommentar über den Fall zu machen. <<Ohne ihn gäbe es noch einen Mörder unter uns amoklaufend! Aber warum armer Schmied? Er war der beste Untermieter. >>
Der Mörder war Herr Gastmann, ein reicher und einflussreicher Bewohner von Bern, der viele Verbindungen mit wichtigen Politikern hatte. Ganz der Prominenter abhielt er viele gesellige Versammlungen in seinem eigenen Haus. Offenbar waren die Vorgänge bei diesen Versammlungen nicht immer ganz legal.
<<Nachdem sein Anwesen durchgesucht wurde, haben wir viele Beweise von gesetzwidrigen Verhandlungen, die dort passierten >> sagte Lutz, offensichtlich stolz auf den unerwarteten Erfolg der Polizeikräfte.
Schmied besuchte verdeckt einer von Gastmanns Versammlungen, um Information über Gastmann zu bekommen und ihn anzuklagen. Aber Gastmann erkannte Schmieds Plan und aus Furcht davor, entlarvt zu sein, ordnete er Schmieds Mord an. Einer von Gastmanns Schergen beging das Verbrechen.
<<Schmied wurde nicht bei uns zu Gastmann geschickt>> erklärte Lutz zweimal. <<Er tat das als Privatperson. Ich weiß nicht, warum er ganz allein stattdessen mit der ganzen Macht der Polizeikräfte zu Gastmann gehen wollte. >>
Wie wies Tschanz Gastmanns Verbrechen nach? Er ging zu Gastmanns Haus, um Information für die Untersuchung zu erheben. Dort fand er Gastmann und neben ihm seine zwei Schergen, alle bereit mit Koffern für eine Reise. Gastmann wusste, dass die Polizei ihm auf der Spur waren und aus diesem Grund versuchte er, Bern zu verlassen.  Als sie Tschanz sahen, gerieten sie in Panik.
Ein Scherge schoss Tschanz zuerst in der linken Achsel, aber Tschanz war schnell. Er zog seine Revolver aus seiner Tasche und schoss dreimal. Alle drei Schüsse waren tödlich und Tschanz überlebte mit nur einer Wunde. Danach wurden die Waffen von Gastmann und seine Schergen analysiert und es wurde nachgewiesen, dass Schmied mit einer dies Waffen getötet wurde.

Kommissär Bärlach war mit Lutz einverstanden, dass Tschanz eigenhändig den Mörder von Schmied anklagte. <<Eigentlich>>, sagte Bärlach, <<wäre nichts davon ohne Tschanz passiert. Nichts. >> Dann schwieg er.
<<Es ist traurig, was mit Tschanz passiert ist>>, sagte Lutz, plötzlich ernsthaft.
Tschanz wurde den anderen Tag tot gefunden, offenbar im Autounfall getötet. Lutz verweigerte, Einzelheiten darüber zu geben. <<Ich möchte nur sagen, dass Tschanz immer unseren Respekt und unser Lob haben wird und, dass wir Ihrer Familie unser Beileid geben.  Er wird gewiss vermisst werden. >>
<<Wie immer muss das Leben weiter gehen>> sagte Bärlach. Dann zögerte er. <<Na ja, mindestens für die meisten Leute. >>

Anna, Tschanzs Freundin, ablehnte einen Kommentar zu der Mord ihres Freunds. Sie wurde Spazieren gehend mit einem anderen Mann gesehen. Vielleicht geht für sie auch das Leben weiter.

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